Ein intensiver Volleyballabend mit langen Ballwechseln, einer nervenstarken Aufholjagd und viel Einsatz liegt hinter dem SV Lohhof. Im zweiten Spiel des Auswärtswochenendes mussten sich die Lohhoferinnen beim SCU Emlichheim mit 1:3 geschlagen geben. Nach der 0:3-Niederlage gegen den VfL Oythe am Vortag zeigte die Mannschaft am Sonntag Moral und sicherte sich mit einem hart umkämpften dritten Satz zwischenzeitlich einen Durchgang. Für Punkte reichte es am Ende jedoch nicht.
Die Reise führte den SVL am Sonntag weiter in Richtung niederländische Grenze zum SCU Emlichheim. Dort erwischten die Gäste aus Bayern zunächst einen guten Start. Im ersten Satz entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit langen, umkämpften Ballwechseln, in denen sich beide Teams nichts schenkten. Mit zunehmender Spieldauer schlichen sich auf Lohhofer Seite jedoch Probleme in der Annahme und Abstimmungsschwierigkeiten im Zuspiel ein. Emlichheim nutzte diese Phase konsequent, setzte sich auf 12:5 ab und übernahm zunehmend die Kontrolle.
Der SVL hielt dagegen und kämpfte sich mit druckvollen Aufschlägen und entschlossenen Angriffen auf 13:17 heran. Besonders über die Außenposition blieb der SCU jedoch gefährlich. Weitere Unstimmigkeiten auf Lohhofer Seite verhinderten eine vollständige Aufholjagd, sodass der erste Satz mit 25:17 an die Gastgeberinnen ging.
Auch im zweiten Durchgang begegneten sich beide Mannschaften zunächst auf Augenhöhe. In den langen Ballwechseln hatte Emlichheim allerdings häufiger das bessere Ende für sich und überzeugte zudem mit einer stabilen Blockarbeit. So erarbeitete sich der SCU erneut einen Vorsprung und lag zwischenzeitlich mit 13:8 vorne. Der SVL setzte immer wieder gute Akzente, konnte sich aufgrund zu vieler Aufschlagfehler aber nur schwer in einen konstanten Spielfluss bringen.
Als die Gastgeberinnen ihren Vorsprung beim 21:14 weiter ausgebaut hatten, reagierte Trainer Fabian Gumpp mit personellen Veränderungen. Hannah Mehring kam für Natascha Oßner-Niemczyk auf der Außenposition ins Spiel, zudem wurde Julia Perzl für Luisa Heiduk zum Aufschlag eingewechselt. Die Maßnahmen brachten noch einmal Bewegung in die Partie: Mit einer Serie guter Aktionen starteten die Lohhoferinnen eine späte Aufholjagd. Der Rückstand war jedoch zu groß, um den Satz noch zu drehen. Emlichheim machte mit 25:20 den zweiten Durchgang für sich klar.
Im dritten Satz entwickelte sich schließlich das Duell, das sich die Lohhoferinnen vorgenommen hatten. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, bei dem jeder Punkt hart erarbeitet werden musste. Zwar verhinderten Aufschlagfehler auf beiden Seiten immer wieder einen konstanten Rhythmus, doch der SVL blieb dran. Emlichheim versuchte, mit clever gelegten Bällen die Lohhofer Abwehr zu überwinden, während die Gäste mit zunehmendem Aufschlagdruck dagegenhielten.
Beim 11:11 war alles wieder offen. In der Schlussphase gelang es dem SVL, sich mit viel Einsatz und konsequenten Aktionen auf 21:17 abzusetzen. Doch die Gastgeberinnen gaben sich nicht geschlagen und kämpften sich zum 21:21 zurück. Nun waren starke Nerven gefragt. Die Lohhoferinnen hielten dem Druck stand, wehrten zwei Satz- und Matchbälle ab und belohnten sich schließlich für ihren Kampfgeist: Mit 27:25 sicherte sich der SVL den Durchgang und meldete sich eindrucksvoll zurück.
Den Schwung aus diesem Erfolg wollten die Gäste in den vierten Satz mitnehmen. Eine verbesserte Blockarbeit erleichterte zunächst die Abwehr, und die Lohhoferinnen kämpften weiterhin um jeden Ball. Emlichheim präsentierte sich jedoch variabel im Angriff und verteilte die Bälle geschickt auf seine verschiedenen Angreiferinnen. Beim SVL gingen zunehmend Sicherheit und Rhythmus verloren. Eigenfehler und Schwierigkeiten im Angriff machten es den Gästen schwer, selbst zu punkten.
Der SCU nutzte diese Phase und setzte sich früh auf 14:5 ab. Auch weitere Wechsel konnten den Lauf der Gastgeberinnen nicht entscheidend bremsen. Emlichheim blieb konsequent und brachte den vierten Satz mit 25:16 ins Ziel.
Damit endet ein langes Auswärtswochenende für den SV Lohhof ohne Punkte. Nach der Niederlage in Oythe zeigte das Team in Emlichheim vor allem im dritten Satz, dass es auch in schwierigen Situationen zurückkommen kann. Die nervenstarke Aufholjagd und der hart erkämpfte Satzgewinn sind positive Ansätze, die es nun in die kommenden Trainingseinheiten mitzunehmen gilt.
Viel Zeit bleibt dafür nicht: Bereits am kommenden Sonntag, dem 8. November, steht für den SV Lohhof das nächste Spiel gegen Straubing an. Vor heimischem Publikum wollen die Lohhoferinnen wieder angreifen und sich für ihren Einsatz endlich belohnen.

Zuspielerin Hannah Neupärtl wurde mit Silber dekoriert
Text: Luisa Heiduk, Foto: Andrea Ries
