Der SV Lohhof musste sich am Samstagabend auswärts dem VfL Oythe mit 0:3 geschlagen geben. Nach einem schwierigen Start kämpften sich die Lohhoferinnen immer wieder zurück in die Partie, konnten den Gastgeberinnen letztlich aber nicht genug entgegensetzen, um etwas Zählbares mitzunehmen. Am Ende setzte sich Oythe mit 25:18, 25:17 und 25:14 durch.
Die Auswärtsfahrt begann für den SVL bereits am Freitagnachmittag. Um 17 Uhr machte sich die Mannschaft vom Münchner Hauptbahnhof aus mit dem ICE auf den Weg nach Hannover, wo das Team übernachtete. Am Samstagvormittag stand zunächst eine gemeinsame Teambuilding-Einheit auf dem Programm, bevor es mit Kleinbussen weiter nach Oythe ging. Dort wartete um 18 Uhr die nächste Herausforderung in der 2. Liga Pro.
Der erste Satz begann zunächst ausgeglichen, doch auf Lohhofer Seite schlichen sich immer wieder leichte Fehler ein. Eine starke Aufschlagserie der Gastgeberinnen brachte den SVL früh in Bedrängnis und sorgte für einen deutlichen Rückstand von 4:11. Auch die Auszeiten konnten den Lauf des VfL zunächst nicht stoppen. Die Lohhoferinnen bewiesen jedoch Kampfgeist und arbeiteten sich mit druckvollen Aufschlägen und mutigen Angriffen auf 13:16 heran. Oythe ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Mit variablem Zuspiel setzte die Heimmannschaft ihre Angreiferinnen gekonnt in Szene und punktete insbesondere über die Diagonal- und Mittelposition. So ging der erste Durchgang mit 25:18 an den VfL.
Auch im zweiten Satz begegneten sich beide Teams zunächst auf Augenhöhe. Doch die Gastgeberinnen erhöhten erneut den Aufschlagdruck und erschwerten dem SV Lohhof damit den Spielaufbau. Zusammen mit einer starken Blockarbeit entwickelte Oythe zunehmend Kontrolle über das Spielgeschehen. Zwar gelangen den Gästen aus Bayern immer wieder gute Aktionen, mit denen sie den Anschluss hielten, die Führung konnten sie jedoch nicht übernehmen. Auch der zweite Satz ging mit 25:17 an die Gastgeberinnen.
Für den dritten Durchgang nahm Trainer Fabian Gumpp taktische Anpassungen vor und veränderte die Aufstellung. Die Maßnahmen zeigten zunächst Wirkung: Mit stabiler Annahme und verbessertem Zusammenspiel starteten die Lohhoferinnen schwungvoll in den Satz und erspielten sich eine 9:5-Führung. Vor allem die Mittelblockerinnen konnten nun besser ins Angriffsspiel eingebunden werden, wodurch der SVL deutlich variabler agierte.
Doch Oythe fand erneut über den Aufschlag zurück ins Spiel. Eine weitere Serie der Gastgeberinnen brachte die Lohhoferinnen aus dem Rhythmus, sodass es zunehmend schwieriger wurde, den eigenen Sideout erfolgreich abzuschließen. Zwar zeigte sich der SVL im Block verbessert und konnte gegnerische Angriffe mehrfach entschärfen, den Lauf des VfL aber nicht entscheidend aufhalten. Die Gastgeberinnen nutzten ihre Chancen konsequent und machten mit 25:14 im dritten Satz den 3:0-Heimsieg perfekt.
Damit blieb der SV Lohhof in Oythe ohne Punkte. Trotz des deutlichen Ergebnisses zeigte insbesondere der Beginn des dritten Satzes, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Die positiven Ansätze gilt es nun mitzunehmen und die richtigen Schlüsse aus der Partie zu ziehen.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Lohhoferinnen allerdings nicht: Bereits am Sonntag steht mit dem SCU Emlichheim die nächste Aufgabe auf dem Programm. Dort bietet sich dem SVL die nächste Gelegenheit, die Niederlage abzuhaken und erneut anzugreifen.

Luisa Heiduk (#1) konnte sich ihre erste MVP Medaille in Silber gegen Oythe sichern
Text: Luisa Heiduk, Foto: Tino Trubel
