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Junges Team geht zweimal an seine Grenzen und will jetzt gegen Erstligist USC Münster spielen

VON SILKE NÖRENBERG

Lohhof – Eigentlich waren die Lohhofer Volleyballerinnen unter dem Aspekt „A-Jugend spielt sich ein“ an den diesjährigen Pokalwettbewerb herangegangen. Doch so langsam entwickelt sich die Pokalgeschichte zur echten Erfolgsstory, denn am Sonntag wurde das SVL-Team, diesmal allerdings unterstützt von Zweitligakapitänin Stephi Utz, bayerischer Pokalsieger.

In zwei Wochen spielt Lohhof nun mit dem Regionalpokalgewinner Süd, der DJK Schwäbisch-Gmünd, aus, wer am letzten Novemberwochenende den Erstligisten USC Münster empfangen darf. Die Aussicht auf einen Vergleich mit dem Traditionsclub bereitet SVL-Coach Benedikt Frank sichtlich Spaß, wie überhaupt der gesamte Auftritt seiner Mannschaft beim Pokaltermin in Eiselfing.

„Ich muss der gesamten Mannschaft ein Riesenkompliment machen“, sagt Frank. Nun ist der Coach allgemein nicht als großer Kritiker seines Teams bekannt, doch von den zwölf Sätzen am Sonntag spricht er geradezu ehrfürchtig: „Wir haben von den zwölf Sätzen zehn auf sehr hohem Niveau gespielt“ und damit sowohl den Zweitligisten DJK Augsburg-Hochzoll in augenscheinlicher Bestbesetzung als auch Franks Ex-Club, den Neu-Regionalligisten TV Altdorf, jeweils mit 3:2 bezwungen.

Und zwar mit einer fröhlichen Mischung aus Spielerinnen der zweiten, dritten und fünften Liga. Schon im Halbfinale gegen Augsburg mussten die jungen Lohhoferinnen an ihre Grenzen gehen: Fünf Sätze, die bis auf den dritten alle mit der Minimaldifferenz von zwei Punkten entschieden wurden. So beendete auch erst ein 16:14 im Tiebreak das Spiel für Lohhof. Gegen Altdorf wurde es ähnlich eng, aber in den entscheidenden Situationen konnten dann immer wieder A-Jugend-Kapitänin Natascha Niemczyk oder Stephi Utz von irgendwoher noch Kräfte mobilisieren.

Oder eine andere sprang kurz ein. Von der erst 15 Jahre alten Cornelia Pantelic aus dem Lohhofer Landesligateam war Frank dabei besonders begeistert: „Sie hat das fantastisch gemacht. Bei zwölf Sätzen braucht einfach jede mal ein paar Punkte Verschnaufpause, und dann ist es super, wenn die anderen so da sind!“ Und so war dann auch nicht viel mit Taktik, nicht einmal gegen seine alte Mannschaft Altdorf, deren Schwächen Frank ja nur zu gut kennen müsste. „Da ging es überhaupt nicht mehr um Taktik, sondern nur noch darum, die Mädchen hoch zu halten und immer weiter zu machen.“ Weiter geht es jetzt in zwei Wochen gegen den Oberligaspitzenreiter Schwäbisch Gmünd. Und möglichst noch weiter, wie Frank betont: „Wir wollen gegen Münster spielen!"