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SVL-Frauen starten gegen Rote Raben Vilsbiburg II zu rasant und verlieren das Derby 1:3

VON MARTIN LÜHR

Lohhof – Es hat ganz danach ausgesehen, als käme es tatsächlich zum angekündigten fröhlichen Raben rupfen in der Halle des Unterschleißheimer Carl-Orff-Gymnasiums. So forsch sind die Zweitliga-Volleyballerinnen des SV Lohhof in die Partie gegen die Roten Raben Vilsbiburg II gestartet. Nach dem faszinierend leicht gewonnen ersten Satz, haben dann aber doch die Gastgeberinnen Federn gelassen. Sie unterlagen der Bundesliga-Reserve 1:3.

So wie im ersten Durchgang hätte es nach dem Geschmack vom Benedikt Frank gerne weiter gehen können. „Da haben wir sie rausgehauen“, sah der SVL-Trainer. Und damit begann das Problem, denn seine Frauen ließen die Zügel mit Beginn des zweiten Satzes schleifen. Die vom einstigen Lohhofer Übungsleiter Werner Neumeier trainierten Gäste fanden ins Spiel und schon war der Wurm drin bei der in dieser Saison als Ausbildungsmannschaft angetreten Lohhofer Sechs. „ Wir sind in der Annahme und an unseren zu hohen Erwartungen gescheitert“, gibt Frank unumwunden zu.“ Beim Versuch wieder eine Schippe drauf zu legen, um doch noch an den ersten Satz anzuknüpfen, habe sich die Mannschaft selber zu sehr unter Druck gesetzt. Und schon wars vorbei mit der Leichtigkeit vor 300 Zuschauern.

Im dritten Satz schickte Frank die bundesligaerfahrene Inga Lamby für Sabine Eierle aufs Feld, aber Lohhof lief erneut einer Vilsbiburger Führung, teilweise deutlich, hinterher. Die Kopfleistung habe nicht gestimmt, sagt Frank. Denn dass sie spielerisch durchaus mithalten können haben sie im vierten Durchgang gezeigt. Zuspielerin Claudia Mürle bekam bei einem Zusammenprall mit einer Teamgefährtin den Ellbogen heftig in den Bauch. „Da sind ihr gleich die Sinne geschwunden“, berichtet Frank. Er nahm die Regisseurin vom Feld und ließ Nachwuchskraft Kristina Standhardinger stellen.

Dieser Wechsel brachte wieder die gewünschte Lockerheit. „Wir haben gesehen, wir sind gut. Wir haben wieder gezockt und sind noch mal rangekommen.“ Auch wenn es nicht mehr gereicht hat, bestärkt es den Trainer in seiner Ansicht, „dass wir auch an unseren zu hohen Erwartungen gescheitert sind“. Gerade im bayerischen Derby gegen die Vilsbiburger, die in den vergangenen Jahren noch immer die Punkte abliefern mussten.
Die Lohhofer haben jetzt ein wenig länger Zeit die Niederlage aufzuarbeiten, weil sie an diesem Sonntag bei der DJK Schwäbisch Gmünd die Fahrkarte für die erste Pokal-Hauptrunde lösen wollen. Für die Zweitliga-Partie gegen Grimma wird noch ein Termin gesucht. Und für das Raben rupfen bleibt immer im Rückspiel noch Gelegenheit.

SV Lohhof – Rote Raben Vilsbiburg II 1:3 (25:16, 21:25, 19:25, 21:25)

SVL: Mürle (4. Satz Kr. Standhardinger), S. Utz, Ka. Standhardinger, Klewin, Niemczyk, Eierle (3. bis Mitte 4. Satz Lamby).