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Zwei Wochen nach unserem ersten gemeinsamen Sieg auf der Deutschen Tour haben wir es wieder getan: Am Zinnowitzer Fischerstrand holen wir uns am 11. und 12.08.2018 Titel Nummer Zwei.

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Zinnowitz war die Reise wert! Sarah jubelt!

Aber fangen wir von vorne an. Los ging es am Samstag gegen das Team Eggert/Matthes, die sich schon am Freitag durch die Qualifikation in das Turnier gespielt haben. Ein nahezu fehlerfreies Sideout-Spiel und eine Abgeklärtheit, vor der wir uns selber manchmal erschrocken haben, bescherten uns einen deutlichen und schnellen 2:0 Sieg.
Im zweiten Spiel durften wir unser Potenzial auf dem Center Court präsentieren. Mit Hoja/Hüttermann standen uns zwar alte Bekannte gegenüber, allerdings war es in diesem Jahr die erste Partie gegen die Düsseldorferinnen. Der erste Satz war eine Art Abtasten unsererseits. Wir waren zwar immer ein paar Punkte vorne, konnten dennoch nicht unser bestes Volleyball zeigen. Im zweiten Durchgang fanden wir dann aber unsere Stärken wieder, haben Hoja/Hüttermann mit taktisch guten Aufschlägen und einem soliden Sideout keine Chance gelassen. Am Ende hieß es klar 2:0 mit 21:17 und 21:13 für uns.
Nun stand uns eine lange Wartezeit bevor. Es war recht windig in Zinnowitz, was dazu führte, dass das schöne sonnige Wetter sich am Nachmittag immer wieder mit heftigen, kalten Regenschauen abwechselte. Nach einem spannenden Achtelfinalspiel in ebendiesem Wetterchaos standen auch unsere Gegnerinnen fest: das Team Karnbaum/Niemczyk aus München.
Wir wussten, dass dieses Spiel ein schwieriges Spiel, ein Kampfspiel würde.
Im ersten Satz ließen wir Karnbaum/Niemczyk aber keine Chance, in das Spiel zu kommen. Wir zeigten uns wieder von unserer starken Seite: Druckvolle Aufschläge, tolle Abwehraktionen und ein abgeklärtes Angriffsspiel führten zu einem deutlichen 21:14 Satzergebnis.

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Perfekte Abwehrtechnik bei Anna

Neuer Satz, neues Spiel. Die Münchenerinnen waren deutlich besser drin, wir hatten hier und da einige Ungenauigkeiten. Es wogte hin und her, mal waren wir in Führung, mal lagen wir ein paar Punkte zurück. Zwischenzeitlich gab es ein paar starke Aktionen, dennoch zeigten wir immer wieder Schwächephasen, die unsere Gegnerinnen gut für sich nutzen konnten. Nach einem kuriosen letzten Punkt lagen wir uns in den Armen. Es war uns wieder gelungen: Halbfinale!
Unsere Gegnerinnen: Olympiasiegerin Kira Walkenhorst mit ihrer Partnerin Leonie Körtzinger. Start: 8:40, das war verdammt früh. Trotzdem sind wir richtig gut in unser Spiel gekommen und konnten uns mit einer guten Block/Feldabwehr Taktik schnell absetzen. Ein bisschen spannend haben wir es dann im ersten Durchgang doch noch gemacht, denn viele unserer Chancen konnten wir nicht nutzen.
Der zweite Satz gestaltete sich zunächst ausgeglichen. Konnten wir im ersten Satz dem Spiel noch unseren Stempel aufdrücken, hatten wir im zweiten Durchgang häufig nicht den gewohnten Zugang. Beim Spielstand von 18:19 übernahmen Leo und Kira dann erstmals die Führung. Wir konnten den drohenden Satzverlust allerdings abwenden und retteten uns wieder einmal mit mentaler Stärke zum Satzgewinn und damit dem Einzug ins Finale.

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Auf Sarahs Stärken im Angriff war wieder mal Verlass!


Wow, Finale. Zum zweiten Mal in Folge. Und dann überraschenderweise gegen Gernert/Kiesling, die die Favoritinnen Mersmann/Tillmann im Halbfinale geschlagen hatten. Die Taktik war klar, gegen Elena Kiesling hatten wir in Leipzig schon erfolgreich im Halbfinale gespielt.
Vielleicht haben wir uns etwas zu viel vorgenommen, denn wir machten ungewohnt viele unnötige Fehler. Schnell lagen wir zurück. Es schien, als hätten Gernert/Kiesling uns im Griff. Mit einer wichtigen Umstellung in der Aufschlagtaktik und etwas mehr Biss in der Abwehr brachten wir uns aber wieder ins Spiel. Nach kurzer Verlängerung hatten wir dann Satz EIns auf der Habenseite, jetzt konnte es so richtig losgehen, dachten wir.
Denn auch den Start in Satz Zwei haben wir verschlafen. Beim Spielstand von 2:7 zeigten alle Anzeichen auf einen Tiebreak, zu diesem Zeitpunkt machte die Berlin/München Kombination alles richtig, wir das meiste falsch. Vielleicht war es der hohe Rückstand, der uns wachgerüttelt hat. Trotz der vielen Fehler haben wir im gesamten Spiel immer an unsere Stärken geglaubt und ein Glück, sie sind auch im zweiten Satz wiedergekommen. So konnten wir durch viele starke Aktionen und einem 10:2 Lauf mit 12:9 in die Technische Auszeit gehen. Diesen Vorsprung haben wir uns dann nicht mehr nehmen lassen. Mit einem Aufschlagass beendete Sarah dann den zweiten Satz – Wahnsinn!!!! Der zweite Sieg in Folge. Was für ein genialer Sommer!

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Verdienter Lohn für den zweiten Sieg in Folge. Anna Behlen und Sarh Schneider (v.li.)

Bericht: Anna Behlen
Fotos: Karl Lüskow