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Die jungen Talente des SV Lohhof kamen am vergangenen Sonntag mit einer Bronzemedaille von der deutschen Meisterschaft der U18 aus Berlin zurück. Dabei lieferten die Schützlinge Franks besonders im Viertelfinale gegen Meisterschaftsfavorit Dresden eine sensationelle Leistung ab.

Foto: Stolz über das Erreichte - die U18 des SV Lohhof mit dem Trainerteam

Bereits am Donnerstagnachmittag machte sich das Team bestehend aus 10 Spielerinnen sowie Trainer Benedikt Frank und CO-Trainerin Marion MIrtl auf den Weg nach Berlin. Nach einem gemütlichen Abend mit italienischem Essen, war am Freitagvormittag Sightseeing angesagt – Brandenburger Tor, Reichstag, Potsdamer Platz, Ka-De-We. Gestärkt nach dem Mittagessen hatte das Team dann die Möglichkeit, ein Abschlusstraining zu absolvieren, bevor es am Abend zum Länderspiel der U20 ging.

Nach der Gruppenauslosung war klar, dass das Lohhofer Team mit Schwerin, Stuttgart und Cottbus die wohl schwerste Gruppe zu bewältigen hatte. Doch das aussagekräftige Plakat, dass die jungen Talente entworfen hatten, zeigte, wo es an diesem Wochenende hingehen sollte: „Never be afraid to do what you want!“ Man hatte sich vorgenommen, sich von Spiel zu Spiel zu steigern und Spaß bei der Meisterschaft zu haben.

Im ersten Spiel traf man gleich auf Schwerin – eine groß gewachsene und gut ausgebildete Mannschaft. Das Spiel gegen den späteren deutschen Meister lockte viele Zuschauer, die mit ansehen konnten, dass der SV Lohhof gut mithalten konnte, aber nicht so recht die Chance hatte, das Spiel zu gewinnen (0:2 - -19; -22). Im zweiten Gruppenspiel gegen Stuttgart lieferte das Team Franks dann die schwächste Leistung des Turniers ab und hatte besonders in den Elementen Aufschlag-Annahme große Probleme. Zwar kam das Team um Kapitänin Maja Hammerschmidt besser ins Spiel, nutze aber dann die aufkommenden Chancen nicht. (0:2 - -15; -25). Nun musste das dritte Gruppenspiel gegen Cottbus gewonnen werden, um noch im Turnier zu verbleiben. Aufopferungsvoll kämpfende Cottbusserinnen wehrten sich lange Zeit und waren sehr mutig, konnten aber gegen die deutlich stabileren Lohhofer Mädels nichts wirklich machen. (2:0 – 21;16).

Nun kam es im Überkreuzspiel auf ein Aufeinandertreffen gegen den ewigen Rivalen aus Vilsbiburg – im Finale auf der bayerischen Meisterschaft musste man sich dem bayerischen Konkurrenten noch geschlagen geben. Sie hatten den zweiten Platz in der anderen Gruppe belegt und man merkte den Schützlingen Franks an, dass sie sich an diesem Tage revanchieren wollten. Sehr viel konsequenter und taktisch überlegen agierte der SV Lohhof und konnte den ersten Satz noch knapp, den zweiten dann aber deutlich gewinnen (2:0 – 23; 16).

Damit lag der erste Tag hinter dem Team und man stand im Viertelfinale. Hier wartete allerdings am Sonntagmorgen mit Dresden der Titelfavorit. Die Trainer taten am Abend ihr Möglichstes, um das Team selbstbewusst auf das Spiel einzustellen, doch die Zweifel blieben…

Voller Vorfreude startete die Mannschaft des SVL dann um 9 Uhr hellwach in das Viertelfinale und bewies große Moral und Kampf. Eine gelungene, taktische Umsetzung sowie ein unglaublicher Kampfeswille waren die Grundlage für den völlig verdienten Erfolg über die erstaunten Dresdnerinnen (2:0 – 21; 22). Danach überschlugen sich die Emotionen auf Lohhofer Seite – stolz über das Erreichen einer Medaille und das Bezwingen der Mannschaft aus Dresden.

Im Halbfinale kam es dann zum erneuten Aufeinandertreffen gegen Schwerin. Nun hatte das Team gelernt, die eigenen Schwächen und Fehler zu reduzieren und Schwerin besser zu lesen. Eine grandiose und konzentrierte Leistung, unterstützt von Emotionen pur hatte der SVL das Spiel im Griff und gewann den ersten Satz mit 25:22. Auch im zweiten Satz waren die Schützlinge Franks teilweise schon mit drei Punkten vorne. Doch dann verlor man nach und nach die taktische Linie sowie Kraft, wodurch auch teilweise das Selbstvertrauen in die eigene Leistung schwand. Denkbar knapp musste man den zweiten Durchgang abgeben und war dann im dritten Satz nicht mehr in der Lage, der körperlichen Überlegenheit des Gegners etwas entgegen zu setzen. Das davor exzellente Spiel des SV Lohhof war ob der vertanen Chance in Durchgang zwei gebrochen. Mit 1:2 musste man sich Schwerin geschlagen geben.

Foto: Erhielt völlig verdient die Auszeichnung zur besten Angreiferin - Maja Hammerschmidt

„Natürlich waren wir erst enttäuscht, weil wir die Chance hatten, ins Finale einzuziehen“, waren die Worte Franks nach dem Spiel. „Doch man darf nicht vergessen, dass wir mit dem dritten Platz wieder Tolles erreicht haben. Nun sind wir 4 Jahre hintereinander auf dem Treppchen der U18. Das ist Wahnsinn und ich bin sehr stolz auf die Leistung der Mädels.“ Ein Sonderlob bekam Mannschaftsführerin Maja Hammerschmidt: Sie erhielt die Auszeichnung als beste Angreiferin des Turniers, was sehr verdient war. „Aber alle Mädels haben eine überzeugende Leistung abgerufen“, ist Frank wichtig, alle Spielerinnen zu loben, „wir hatten das gesamte Turnier sowohl in der Annahme als auch im Zuspiel eine der konstantesten Leistungen vorzuweisen. Nimmt man dann noch die Physische Überlegenheit der Gegner dazu, ist die Medaille noch viel höher einzuordnen.“

Fazit: Wenn man sieht, welch starke Gruppe der SV Lohhof hatte und gegen welche Teams man sich durchgesetzt hat (Dresden gewann die Platzierungsspiele 5-8, Vilsbiburg 9-12, Cottbus 13-16 und Schwerin wurde deutscher Meister), ist das sehr atemberaubend. Das Trainerteam Marion Mirtl, Lisa Hackauff und Benedikt Frank hat eine tolle Arbeit geleistet und das Team mit den Spielerinnen, von denen viele noch nie auf einer deutschen Meisterschaft waren, toll eingestellt und gecoacht.

Ergebnis: 4 Jahre hintereinander auf dem Treppchen der U18 zeigt ein weiteres Mal, welch gute Jugendarbeit der SV Lohhof leistet – und das über viele Jahre hinweg.