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Lohhofs Volleyballerinnen verlieren nach drei Jahren wieder gegen Vilsbiburg Unterschleißheim

Was macht Matthias Kock, der Abteilungsleiter der Lohhofer Volleyballer, wenn es knapp wird? Als Hallensprecher schreit er noch engagierter in sein Mikrophon? Und Benedikt Frank, der Trainer der Lohhoferinnen? Er reibt sich die Nase. Das tat der 28-jährige am Samstagabend ziemlich oft. Den ersten Satz konnte der Volleyball-Zweitligist gegen die Roten Raben Vilsbiburg II nach einem frühen Vorsprung noch mit 25:16 gewinnen, aber dann musste sich Frank immer öfter an die Nase fassen. Am Ende gewann die Reserve des Deutschen Meisters verdient mit 3:1 (16:25, 25:19, 25:21, 25:21).

Eigentlich wollten Stephanie Utz und Kolleginnen die Raben rupfen, aber dann wurde es ein rabenschwarzer Tag. "Vielleicht haben wir ja im ersten Satz zu gut gespielt", suchte Benedikt Frank nach einer Antwort, wie man nach dem deutlichen 25:16 so ins Hintertreffen geraten konnte. Die Spielerinnen jedenfalls waren ratlos. Keine Frage, die Niederlage gegen die ehemaligen Lohhofer Werner Neumeier und Patricia Hofmarksrichter tat weh, sogar Ex-Trainer Hannes Müllegger. "Schade, dass die Serie gerissen ist", kommentierte er die erste Niederlage seit dem 18. Dezember 2005, als Lohhofs damalige "Zweite" noch unter Christian Vetrovsky gegen die Niederbayern in der Regionalliga, weiter war Vilsbiburg II damals noch nicht gekommen, letztmals verlor.

Von wegen lockere Stimmung, von wegen "wir verspüren keinen Druck", wie Frank im Vorfeld gemeint hatte. Nach dem verlorenen, weil hauptsächlich verschlafenen zweiten Satz, kämpften sich die SVL-Damen nur noch verbissen durch das Restprogramm. Auch der erste Einsatz der Erstliga erfahrenen Inga Lamby änderte daran nichts. Als Zuspielerin Claudia Mürle nach dem versehentlichen Schlag einer Mitspielerin in den Bauch beim 12:18 im vierten Satz raus musste und Kristin Standhardinger für den Rest des Spiels das Ruder übernahm, schien die Partie gelaufen. "Krissi ist gut, aber noch unsicher und wir konnten sie nicht unterstützen", übte sich Spielführerin Utz nach der zweiten Saisonniederlage und dem Absturz auf Platz sieben in Selbstkritik. Dass sie es trotzdem können, zeigten sie erst, als das Spiel beim 8:16 im vierten Satz entschieden schien. Drüben spielte Vilsbiburg "ein bisschen Hühnerhaufen" (Neumeier), Lohhof aber konnte das beim 20:22 fast wieder offene Rennen trotzdem nicht mehr für sich entscheiden.

Susanne Menhorn