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A-Juniorinnen des SVL setzen sich in der bayerischen Cup-Runde durch, das hat selbst Trainer Frank überrascht


Unterschleißheim Volleyball-Zweitligist SV Lohhof hat ihn wieder, den bayerischen Pokal. Im Endspiel des Finalturniers besiegte die um zwei Ü18-Spielerinnen erweiterte A-Jugend des SVL den TV Altdorf in Eiselfing mit 3:2 (25:27, 25:19, 25:23, 22:25, 15:12). Im Qualifikationsspiel um den Einzug in die erste Runde des deutschen Pokals gastiert Lohhof am 16. November bei der DJK Schwäbisch Gmünd, Sieger der Regionalpokalrunde Süd. Gewinnt das Team von SVL-Trainer Benedikt Frank auch gegen den Spitzenreiter der württembergischen Oberliga, hätten die Unterschleißheimerinnen im Hauptpokal am 29. oder 30. November wie beim Pokalfight gegen den Erstligisten NA. Hamburg vor einem Jahr Heimrecht. Gegner wäre dieses Mal allerdings der achtfache Rekord-Meister und elffache Cupgewinner USC Münster.


Soweit haben die Lohhoferinnen am Sonntagnachmittag noch gar nicht gedacht. "Die Mädels feiern noch", berichtete Frank nach dem Coup vor den Toren Wasserburgs. Dieses Mal allerdings konnten sich die Nachwuchsspielerinnen, die mit Damen-I-Kapitän Stephanie Utz (25) und deren neuer Mannschaftskollegin Magdalena Huber in Hubers alter Heimat angetreten waren, nicht über mangelnde Spielpraxis klagen. Drei Spiele mit insgesamt zwölf, zum Teil umkämpften Sätzen waren bei der Generalprobe für die A-Jugendmeisterschaft im Frühjahr zu spielen. Alle drei haben die Mädchen um Jugend-Nationalspielerin Natascha Niemczyk gewonnen.


Im Viertelfinale traf ging es gegen den VfL Nürnberg II, das 2:0 (25:14, 25:22) gegen den Drittletzten der Bayernliga Nord sollte allerdings die einzige klarere Angelegenheit des Tages bleiben. Im Halbfinale folgte mit Zweitligist DJK Augsburg-Hochzoll der schwerstmögliche Gegner des Turniers. Nur: Die Schwaben sind mit ihrem Zweitligakader angereist, während bei Lohhof mit Stephi Utz, Natascha Niemczyk, sowie Kristin und Kathrin Standhardinger sowie Reservistin Huber maximal fünf Zweitliga-Spielerinnen auf dem Feld standen, wobei vier der fünf erst seit zwei Monaten offiziell zum Zweitliga-Aufgebot des SVL gehören.


Frank reichte aber auch das noch nicht. Statt Kristin Standhardinger wie gewohnt zuspielen zu lassen oder wenigstens auf ihrer früheren Position im Mittelblock einzusetzen, beorderte er die 18-Jährige durchweg auf die Diagonale, in Sachen Angriff die wichtigste Position. Das Zuspiel erledigte die erst 16-jährige Veronika Kettenbach aus der zweiten Mannschaft. Eine einigermaßen mutige Entscheidung. Auch als es im Finale gegen Franks früheren Verein Altdorf in den fünften Satz ging, brachte er die junge Vroni Kettenbach. Zwischenzeitlich hatte Krissi Standhardinger im Finale dann doch mal vier Sätze zuspielen dürfen. Das junge Ensemble, ein Mix aus Damen I, II und III, erledigte seine Aufgaben mit Bravour, dafür gab"s sogar aus Augsburg nach Lohhofs Ausgleich im zweiten Satz Lob: "Respekt schon jetzt vor der Leistung dieser jungen Lohhofer Auswahl" . Von "richtig gut" über "super" bis "bombastisch" reichte Franks Lob nach dem 3:2 (23:25, 26:24, 25:20, 26:28, 16:14) gegen die Schwaben. Nur habe man dann leider gegen seinen früheren Verein Altdorf spielen müssen. Und leider auch den mit 3:2 (25:27, 25:19, 25:23, 22:25, 15:12) geschlagen, obwohl es beinahe anders gekommen wäre. Im fünften Satz sah Frank seine ehemalige Mannschaft schon als sicheren Sieger. 7:11 und 8:12 lag Lohhof zurück, "jetzt ist"s vorbei", dachte Frank. Aber dann kamen seine Mädels zurück, machten sieben Punkte am Stück und sind im Pokal weiter.

Susanne Menhorn